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Hartmannsdorfer Ortschefin gibt die Rathausschlüssel ab
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, 11. Januar 2008 um 01:00

Rollis sympathisieren mit Nicolaus - Becher lehnt Amtsführung ab

Hartmannsdorfs entmachtete CDU-Bürgermeisterin Kerstin Nicolaus hat gestern im Beisein ihres Kirchberger Amtskollegen Wolfgang Becher (Freie Wähler) ihr Diensthandy und die Rathausschlüssel abgegeben. Der Gemeinderat hat sofort reagiert.

Die Suspendierung von Kerstin Nicolaus zieht weitere Kreise. Neben Hartmannsdorfer Bürgern und dem Gemeinderat hat sich nun auch der Vorstand des Rollstuhlbasketball-Bundesligisten RSC Rollis Zwickau mit der Landespolitikerin solidarisch erklärt. „Wir als RSC Rollis Zwickau haben ihrer Unterstützung und Fürsprache, ganz besonders nach dem tragischen Tod unseres Hauptsponsors irn letzten Jahr, zu verdanken, dass wir überhaupt in die neue Bundesliga-Saison starten konnten und den Trainings- sowie Wettkampfbetrieb für unsere Leistungs-, Kinder- und Breitensportgruppe aufrechterhalten konnten", ließen Präsident Franz Richardt und Geschäftsführer Dieter Dörfert gestern in einem offenen Brief wissen.

Gestern Vormittag ging im Hartmannsdorfer Rathaus der Verwaltungsakt zur Übergabe der Rathausschlüssel über die Bühne. Kerstin Nicolaus gab diese im Beisein von Kirchbergs Stadtchef Wolfgang Becher an ihren Stellvertreter Rolf Dittrich (CDU) ab, der vorübergehend von Landrat Christian Otto (CDU) mit den Amtsgeschäften betraut worden war. Gestern sollte die Ausübung der Amtsgeschäfte noch einmal neu geregelt werden, da auch Dittrich in die Flutgeld-Affäre involviert war. Dazu sei es allerdings nicht gekommen, erklärte Gemeinderat Frieder Flechsig (CDU). Für gestern Abend hatte der Hartmannsdorfer Gemeinderat dagegen eine außerordentliche Parlamentssitzung einberufen. Dort sollte unter anderem auch über eine Einwohnerversammlung für kommende Woche entschieden werden.

Kirchbergs Bürgermeister Becher, zugleich Chef der Verwaltungsgemeinschaft, hat es abgelehnt, die Amtsgeschäfte offiziell zu übernehmen. Das hatte sich Landrat Otto so vorgestellt. Becher gestern Nachmittag wörtlich: „Wenn dem Landrat die Vertretung durch Rolf Dittrich nicht legitim erscheint, muss er einen offiziellen Verweser einsetzen." (hans-peter kuppe)

Quelle: Freie Presse